Eine Krebsdiagnose zu erhalten, ist eine lebensverändernde Prüfung. Die onkologische Begleitung wird dann unverzichtbar, um diese schwierige Zeit zu überstehen. Denn über die klassischen medizinischen Behandlungen hinaus kann eine ganzheitliche und personalisierte Unterstützung im Verlauf der Patient*innenreise den entscheidenden Unterschied machen.
Seit etwa fünfzehn Jahren hat sich die Krebsbehandlung erheblich weiterentwickelt. Supportive Therapien in der Onkologie sind als unverzichtbare Ergänzung zu den Behandlungen entstanden. Es ist kein Zufall, dass im Jahr 2019 3 von 4 Französ*innen der Ansicht waren, dass diese Therapien ebenso wichtig seien wie die Behandlungen gegen die Krankheit. Dennoch bleiben diese Angebote bisweilen schwer zugänglich, insbesondere wenn sie weit vom Wohnort entfernt sind oder den Patient*innen unbekannt bleiben.
In diesem Artikel untersuchen wir, wie Initiativen wie P.A.C.O.S.S. (Parcours Accompagné et Coordonné en Oncologie relatif aux Soins de Support) im Bassin de Thau und unsere Plattform Hello Soins den Zugang zu komplementären Therapien erleichtern. Gemeinsam werden wir sehen, wie eine über mehrere Monate angelegte personalisierte Begleitung das Wohlbefinden von Menschen mit Krebs deutlich verbessern kann und wie unser Premium-Service Patient*innen und Praktiker*innen alternativer Medizin für eine optimale Nachsorge vernetzt.
Supportive Therapien stellen eine grundlegende Dimension des modernen onkologischen Behandlungswegs dar. Um ihren Platz in der Begleitung von Patient*innen gut zu verstehen, betrachten wir ihre wesentlichen Merkmale.
Supportive Therapien in der Onkologie, aus dem Englischen "supportive care" übersetzt, bezeichnen die Gesamtheit der Behandlungen und Unterstützungsmaßnahmen, die Menschen mit Krebs zusätzlich zu den spezifischen Behandlungen gegen die Krankheit benötigen. Sie sind keine eigenständige medizinische Fachrichtung, sondern vielmehr ein ganzheitlicher und koordinierter Ansatz für die erkrankte Person.
Das Hauptziel besteht darin, auf körperlicher, psychologischer und sozialer Ebene die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten. Diese Therapien zielen insbesondere darauf ab, Nebenwirkungen der Behandlungen und Folgen der Krankheit zu verringern. Anders ausgedrückt ermöglichen sie ein besseres Leben mit Krebs, während und nach den Behandlungen.
Bereits mit der Mitteilung der Diagnose werden supportive Therapien zu einer wesentlichen Säule des Behandlungswegs. Sie bringen in dieser schwierigen Zeit spürbare Entlastung und tragen erheblich zum Wohlbefinden der Patient*innen bei. Ihr Einfluss ist dabei in mehreren Bereichen grundlegend: Verbesserung der Lebensqualität, bessere Therapietreue, höhere Heilungschancen und Vorbeugung von Rückfällen.
Zudem haben Patient*innen bereits zu Beginn ihres Weges spezifische Bedürfnisse: 58,6 % suchen Hilfe beim Umgang mit Nebenwirkungen der Behandlungen, 53 % wünschen psychologische Unterstützung und 43 % möchten von angepasster körperlicher Aktivität profitieren.
Ein "Referenzkorb" supportive Therapien wurde definiert, der Folgendes umfasst:
Die Basisversorgung: Schmerzbehandlung, diätetische und ernährungsbezogene Betreuung, psychologische Unterstützung, soziale, familiäre und berufliche Begleitung.
Ergänzende Maßnahmen: angepasste körperliche Aktivität, Beratung zu Lebenshygiene, psychologische Unterstützung für Angehörige und Pflegepersonen, Erhalt der Fruchtbarkeit, Behandlung von Sexualstörungen.
Hinzu kommen mitunter weitere Ansätze wie Sozioästhetik, Sophrologie oder auch Kunsttherapie. Alles hängt von den Bedürfnissen der Patient*innen und dem im jeweiligen Zentrum verfügbaren Angebot ab.
Trotz ihrer Anerkennung als unverzichtbar ist der Zugang zu diesen Therapien ungleich. Einer Umfrage zufolge wurden 24 % der Betroffenen seit Beginn ihres Behandlungswegs nie zu einer supportiven Therapie überwiesen, und von denen, denen solche Angebote gemacht wurden, verzichteten 19 % aus finanziellen Gründen oder wegen geografischer Erreichbarkeit darauf.
Die Wirkung supportiver Therapien geht weit über eine bloße medizinische Begleitung hinaus. Ihre greifbaren Effekte verändern die Erfahrung von Menschen mit Krebs tiefgreifend.
Psychische Belastungen wie Angst und Depression betreffen Studien zufolge zwischen 10 und 40 % der Krebspatient*innen. Diese seelischen Leiden können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen und das Empfinden körperlicher Schmerzen und Nebenwirkungen verstärken.
Glücklicherweise helfen mehrere Körper-Geist-Ansätze dabei, Gedanken zu beruhigen und Stress zu lindern. Medizinische Hypnose, deren Wirksamkeit bei der Schmerzlinderung belegt ist, kann auch den mit der Chemotherapie verbundenen Stress und die Übelkeit verringern. Ebenso reduziert Achtsamkeitsmeditation Müdigkeit, Angst und Schlafstörungen.
Angepasste körperliche Aktivität reduziert das Müdigkeitsniveau um etwa 30 %, unabhängig vom Zeitpunkt der Behandlung. Sie trägt außerdem dazu bei, einen besseren Allgemeinzustand zu erhalten, indem sie die Atemkapazität, die Ausdauer und die Muskelkraft bewahrt.
Darüber hinaus ermöglichen Praktiken wie Sophrologie, die auf Atmung und positiver Visualisierung basiert, oder Kunsttherapie den Patient*innen, sich zu lösen, auszudrücken und zur Ruhe zu kommen.
Supportive Therapien wirken effektiv gegen Nebenwirkungen der Behandlungen. Akupunktur hilft, die mit der Chemotherapie verbundenen Übelkeitsgefühle und die mit der Hormontherapie verbundenen Hitzewallungen besser zu ertragen.
Andererseits hilft Sozioästhetik den Patient*innen, sich mit ihrem Körperbild auszusöhnen und bestimmte Belastungen besser zu bewältigen. Diese Sitzungen bieten Momente der Erholung und wohlwollender Aufmerksamkeit, verbessern das Wohlbefinden und stärken die Moral im Umgang mit der Krankheit.
Krebs kann ein Gefühl tiefer Einsamkeit hervorrufen, selbst wenn man von nahestehenden Menschen umgeben ist. Studien zeigen, dass vernachlässigte Menschen sich weniger um sich selbst kümmern und schwieriger genesen. Umgekehrt sind Menschen mit engagierten sozialen Beziehungen gesünder und gehen häufiger zu ihrer Ärztin oder ihrem Arzt.
Gesprächsgruppen, die von Patientenvereinigungen organisiert werden, bieten einen förderlichen Austausch für die Moral der Patient*innen und ihrer Angehörigen. Austauschorte wie ERI (Espaces Rencontres Information) bieten zudem Information und Orientierung je nach Bedarf.
Ein wirksamer onkologischer Behandlungsweg beruht auf einem kooperativen und maßgeschneiderten Ansatz. Die onkologische Begleitung muss sich an die individuellen Bedürfnisse jeder Patientin und jedes Patienten anpassen, um wirklich hilfreich zu sein.
Jede Phase der Krebserkrankung erfordert spezifische Maßnahmen. Bei der Diagnose ist psychologische Unterstützung von zentraler Bedeutung, während während der Behandlungen das Management von Nebenwirkungen essenziell wird. In der Remission konzentriert sich die Begleitung auf die Rückkehr in ein normales Leben und die Vorbeugung von Rückfällen. So ermöglicht die regelmäßige Bedarfserhebung, die supportiven Therapien in der Onkologie לאורך des gesamten Behandlungswegs anzupassen.
Die Kontinuität der Versorgung zwischen den verschiedenen Umgebungen stellt eine große Herausforderung dar. Eine unzureichende Koordination kann schädliche Brüche im Behandlungsweg der Patient*innen verursachen. Zudem erleichtern digitale Plattformen wie Hello Soins diese Koordination, indem sie Patient*innen und Behandler*innen vernetzen und eine optimale Nachsorge auch aus der Distanz ermöglichen. Dieser vereinfachte Zugang zu alternativen Medizinansätzen ergänzt die klassische medizinische Betreuung ideal.
Ein multidisziplinäres Team bildet das Rückgrat einer gelungenen Begleitung. Ärzt*innen, Pflegekräfte, Psycholog*innen und Praktiker*innen komplementärer Medizin arbeiten zusammen, um eine ganzheitliche Versorgung anzubieten. Darüber hinaus leisten Patientenverbände wertvolle Unterstützung, indem sie Gesprächsgruppen und therapeutische Aktivitäten organisieren. Diese Synergie zwischen Fachkräften und Verbänden gewährleistet eine umfassende Begleitung, die alle Lebensbereiche der Patient*innen berücksichtigt.
Angesichts der Herausforderungen der onkologischen Begleitung bietet die Technologie heute innovative Lösungen. Hello Soins positioniert sich als Premium-Plattform, die präzise auf die Bedürfnisse von Krebspatient*innen und Praktiker*innen alternativer Medizin eingeht.
Hello Soins vernetzt Patient*innen mit einem breiten Netzwerk von Gesundheitsfachkräften, die auf komplementäre Ansätze spezialisiert sind. Diese E-Health-Plattform ermöglicht es, schnell die Fachperson zu finden, die den spezifischen Bedürfnissen der Patientin oder des Patienten am besten entspricht. In der Onkologie stellt dieser vereinfachte Zugang zu supportiven Therapien wie Sophrologie oder Naturheilkunde einen erheblichen Vorteil dar, um Nebenwirkungen der Behandlungen zu lindern.
Der Buchungsprozess ist intuitiv und für alle zugänglich, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Mit wenigen Klicks können Patient*innen nach Fachgebiet oder Verfügbarkeit filtern und das passende Zeitfenster auswählen. Dieses System ist besonders wertvoll für Genesende, die so Konsultationen von zu Hause aus wahrnehmen können.
Die Plattform bietet einen sicheren Bereich, in dem direkt mit den Praktiker*innen ausgetauscht werden kann. Diese Funktion stärkt die therapeutische Beziehung und gewährleistet eine personalisierte Nachsorge, auch aus der Distanz. Zudem können Patient*innen ihre medizinischen Dokumente in einem dedizierten Bereich aufbewahren, was den Informationsaustausch mit dem Behandlungsteam erleichtert.
Für Praktiker*innen ist Hello Soins ein wertvolles Instrument der beruflichen Entwicklung. Die Plattform erhöht ihre Sichtbarkeit und vereinfacht die Terminverwaltung. Diese Lösung wird insbesondere in bestimmten auf Onkologie spezialisierten Zentren eingesetzt, wie dem Institut Bergonié in Bordeaux, und ermöglicht so, in der fernmedizinischen Betreuung den menschlichen Kontakt aufrechtzuerhalten.
Angesichts von Krebs wird die Qualität der Begleitung ebenso wichtig wie die medizinischen Behandlungen selbst. Schließlich stellen supportive Therapien heute eine wesentliche Säule im modernen onkologischen Behandlungsweg dar. Diese komplementären Ansätze bieten tatsächlich konkrete und messbare Vorteile: Stressreduktion, Verbesserung der Lebensqualität, besserer Umgang mit Nebenwirkungen und Vorbeugung sozialer Isolation.
Dennoch bleibt der Zugang zu diesen Therapien für viele Patient*innen manchmal schwierig. Genau hier entfalten Lösungen wie Hello Soins ihren vollen Sinn. Diese Plattform wirkt als Brücke zwischen Patient*innen und Praktiker*innen alternativer Medizin und erleichtert so den Zugang zu essenziellen komplementären Therapien während des gesamten Behandlungswegs.
Darüber hinaus erfüllt Hello Soins auch die Bedürfnisse von Fachkräften, indem es ihnen mehr Sichtbarkeit und optimierte Verwaltungswerkzeuge bietet. Dieser Win-win-Ansatz verändert somit die Erfahrung auf beiden Seiten der therapeutischen Beziehung.
Ohne Zweifel beruht die Zukunft der Onkologie auf dieser ganzheitlichen Vision, in der konventionelle Medizin und komplementäre Ansätze Hand in Hand arbeiten. Während Patient*innen immer individuellere Versorgung suchen, werden Dienste wie Hello Soins unverzichtbar, um wirklich auf jede Person zugeschnittene Behandlungswege zu schaffen.
Letztlich zeigt das, was wir heute beobachten, eine tiefgreifende Entwicklung unseres Verständnisses von onkologischer Versorgung - ein Modell, in dem Technologie den Menschen nicht ersetzt, sondern im Gegenteil die Beziehungsdimension stärkt, die im Heilungsprozess so entscheidend ist. Diese Synergie zwischen technologischer Innovation und menschlicher Begleitung ebnet so den Weg für eine umfassendere, zugänglichere und letztlich wirksamere Versorgung aller von Krebs betroffenen Patient*innen.